Das Unternehmen Fripac-Medis: Damals und Heute

Die Geschichte der Fripac-Medis GmbH: Wir befinden uns im Jahre 1955. Der ganze schwäbisch-fränkische Wald ist von Landwirten bewohnt… Der ganze schwäbisch-fränkische Wald? Nein! Ein visionärer Jäger plant, in einem der Dörfer mitten im Wald ein Unternehmen zu errichten. Doch das Leben ist zunächst nicht leicht für ihn: In der Garage seines Wohnhauses verdient er das erste Geld mit dem Versand von Friseur-Werkzeugen in leeren Obstkisten eines benachbarten Händlers.

Aber bald schon ist die Garage in Stuttgart zu klein. Christian Erhardt, der ehemalige Präsident der Friseur-Einkaufsgenossenschaft Stuttgart, verlegt sein junges Unternehmen FRIPAC-MEDIS in das Dörfchen Nassach, einen Teilort der Gemeinde Spiegelberg, knapp 50 Kilometer nordöstlich von Stuttgart gelegen, um das herum sein Jagdgebiet liegt. Das erste Lager wird gebaut, und noch heute erzählen “die Alten” in Nassach und den umliegenden Dörfern von dem Tag, als erstmalig die riesigen Schlepper mit den großen Betonplatten für die Lagerwände anrollten.

Doch Christian Erhardt kann die nun einsetzende Expansion seines Unternehmens nur ein knappes Jahrzehnt lang begleiten, da er viel zu früh schwer erkrankt. Sein Sohn Wolfgang Erhardt übernimmt jung die Verantwortung und kehrt nach dem Ende seines Studiums in Mannheim unmittelbar nach Stuttgart zurück, um künftig die Geschicke von FRIPAC-MEDIS zu leiten. Ohne geplante Übergabe der Geschäftsleitung, ohne auf die langjährige Praxiserfahrung des Vaters zurückgreifen zu können, erarbeitet Wolfgang Erhardt die Grundlagen der Unternehmensmerkmale, die FRIPAC-MEDIS bis heute auszeichnen.

Leider konnte der Gründer den Durchbruch seines Unternehmens, unter der Leitung seines Sohnes Wolfgang, nicht mehr erleben: Nach dem Tod Christian Erhardts gelingt seinem Sohn, durch die Übernahme des exklusiven Vertriebs der gerade erst entwickelten PANASONIC Profi-Haarschneidemaschinen, die entscheidende Erweiterung des Marken-Sortiments von FRIPAC-MEDIS. Das Versandvolumen wächst, getragen von dem durchschlagenden Erfolg der PANASONIC Geräte. Bald ist das erste Lager zu klein, wie einst die Garage, und wird durch den Anbau eines Hochregallagers für Paletten, einen Lastenaufzug und eine LKW-Laderampe erweitert. Außerdem wird für Auslieferungen im näheren Umkreis ein kleiner, blauer LKW angeschafft, der bis heute in Betrieb ist – mittlerweile im 26. Jahr…

Wenige Jahre später wird das Nachbargrundstück des Bürogebäudes gekauft, in dem noch immer die alten Waffen des Gründers im Tresor liegen und die Geweihe reihenweise an der Wand hängen. Ein neues, größeres Bürogebäude nach den Vorstellungen Wolfgang Erhardts entsteht. Lichtdurchflutet und in verschiedene Richtungen erweiterbar soll es sein – und ist mit diesen Eigenschaften bis heute perfekt auf die Anforderungen eines florierenden Handelsunternehmens ausgelegt. Der Umzug im Jubiläumsjahr 1995 markiert den Abschluss der Expansion von FRIPAC-MEDIS und stellt die Weichen für die Zukunft – ganz nach dem Motto von Wolfgang Erhardt: Stillstand bedeutet Rückschritt.

Und auch in die 3. Generation wird FRIPAC-MEDIS innerhalb der Familie gehen. Neben Wolfgang Erhardts Sohn Benjamin sind nun seit 2009 zwei weitere junge Mitarbeiter ins Management von FRIPAC-MEDIS eingestiegen: Jan Biesenbach (ebenfalls ein Enkel des Gründers) als Leiter der strategischen Geschäftsführung (z.B. Marketing, Kunden, Presse etc.), sowie Dirk Briel als Leiter der operativen Geschäftsführung (z.B. Logistik, Controlling, Verwaltung etc.). Unter der beratenden Führung von Wolfgang Erhardt hat diese “Troika” nun ihre Arbeit aufgenommen.


Geschäftsführer Dr. Benjamin Erhardt

Seit 2009 hat Dr. Benjamin Erhardt die Geschäftsführung des Familienunternehmens übernommen. Dabei war und ist ihm wichtig, die Tradition von Fripac-Medis fortzuführen, und dabei gleichzeitig auf die Veränderungen des Markts zu reagieren. Was das Angebot von Fripac-Medis angeht, führt Benjamin Erhardt das Motto fort, das bereits sein Großvater Christian Erhardt und sein Vater Wolfgang Erhardt verfolgt haben - frei nach Oscar Wilde: "Ich habe einen einfachen Geschmack; ich bin immer mit dem Besten zufrieden."

Unterschrift Dr. Benjamin Erhardt